Unser zweiter Tag der Indonesienreise beginnt in einem großen Transatlantikflugzeug über den Wolken. Durchdie Zeitumstellung von 7 Std weiß man gar nicht genau, ob es nach unserem inneren Zeitgefühl Nacht oder Tag ist, als wir In Signapur landen. Hier ist pechschwarz Nacht, als wir das Flugzeug mit mehr als 300 Mitreisenden verlassen. Wir laufen durch mit Teppich ausgelegte Gänge. gehen dutch die Passkontrolle und weiter die Transferwege zu unserem Gate für den Weiterflug nach Manado. Es sind noch mehr als zwei Std Zeit, um mit den Augen shopping machen. (so sagte mir einmal eine Inderin in Dubai) Eine Männertruppe erobert den Duty free Shop und erfreut sich an den angebotenen Wisky Flaschen. Die Frauens kaufen mit Visakarte leckeren Café. Jonny zeigt uns Fußmassagesitze, die ausehen, wie automatische Schuputzer und sehr angenehm sein sollen.
Wir laufen durch lichtgedämpfte Gänge, um uns die Füße zu vertreten nach 12 Stunden Flug. Die Müden Krieger von uns benutzen die Laufbänder. Wir laufen auseinander und treffen uns wieder und lernen uns kennen bei netten Gesprächen. Die Anzeigetafel sagt dann auf einmal, dass unser Gate wechselt, so wird der Weiterflug spannend, ob wir alle den Umzug mit Gepäck rechtzeitig schaffen.
Dann können wir einsteigen, diesmal ist es ein recht kleines enges Flugzeug. Es gibt keinen eigenen Fernseher, nur ein kleiner Monitor schwebt über den Sitzen mit Fluginfos. Die Stewardessen sind in Himmelblau gekleidet. Es gibt ein zweites Frühstück. Die Sonne brennt heiß über den Wolken durch die Fenster und macht uns schläfrig. Beim Rundschauen
schlummern viele selig. Die Nacht war lang, der Schlaf war kurz.
Als wir übers Meer Manado anfliegen, ist eine Palmenallee neben der Flugbahn zu sehen, die sieht toll aus. So schöööön.
Schwülwarme Luft schlägt uns entgegen, als wir aus dem Flugsteig steigen. Es ist heiß. Der Pilot sprach von 34 Grad. Bei der Passkontrolle werden wir nach dem Grund unserer Reise gefragt. Kirchenpartnerschaft, aha !
Wir warten auf unser Gepäck, das langsam auf dem einzigen Förderband in der Flughalle einläuft.
Erstes Bargeld wird gewechselt. Andere probieren den Geldautomat aus, der olala 1200000 Rupia ausspuckt. Jede Menge Nullen auf den Geldscheinen und doch sind es nur 80 Euro in unserer Währung.
Wie schön, wir werden erwartet und freudig begrüßt von freundlichen Kirchenmitgliedern.
Drei große Busse holen uns ab, in die wir mit unserem Gepäck eingeladen werden. Propst Klaus und Joachim treffen alte Freunde.wieder.
Die Fahrt geht durch Manado, das im Sonnenschein liegt. Es ist heiß beim Ein- und aussteigen. Im Bus brummt die Klimaanlage. Zuhause in old Germany ist November mit 10 Grad. Nachtfrost war angesagt.
Wir fahren durch dichten Verkehr, rush hour.
Es gibt viel zu sehen, Straßenläden, kleine blaue Miccrobusse, Motorräder, Fußgänger, Korb- und Obststände mit Bananenstauden und anderen stacheligen Früchten, die Dorian - Stinkfrucht heißen.
Unser Weg führt in Serpentinen rauf in die Berge zur Stadt Tomohon mit Sitz der Kirchenpartnerschaftlichen evangelischen Gemeinden. Unser erster Stop ist dann auch in einer Kirchengemeinde, wo wir zum Lunch erwartet werden. Es gibt eine freundliche Begrüßungsrede von Pfarrer Tonni im Kirchenraum, ein Gebet und dann ein leckeres Essen. Es besteht aus verschiedenen Fleischgerichten, Wachteleiern und einem großen Fisch mit Glubschaugen, Blattspinat mit Stielen, spicy Chilitomaten und zum Nachtisch Wassermelone, eine ganz süße Frucht in Maisblättern und Glibberschokopudding mit Vanillesoße. Sehr leckkkker. Wir stehen oder sitzen auf einzelnen Stühlen. Auf dem Tisch steht das Essen. Niemand sitzt am Tisch. Es ist wie bei einem Brunch mit viel Bewegung. Einladende und Gäste vermischen sich. Erste Gespräche. Auf dem offenen Balkon kann man über die Dächer in die Berge sehen. Wir trinken Wasser aus abgepackten Bechern mit Strohhalmen. Dann wird natürlich noch ein gemeinsames Foto im Kirchenraum gemacht. Terima Kasie - vielen Dank und herzliche Verabschiedung
Schließlich machen wir uns auf den Weg zu unseren Quartieren. Die Fahrt dauert lange, gefühlte zwei Stunden, Verkehrsstau, es regnet ein bißchen. Bei den ersten Unterkünften zeigt sich das Problem, dass in manchen guesthäusern der Kirchengemeinden niemand da ist. Hundemüde und erschöpft erträg die Gruppe das Organisationschaos. Die Zeit vergeht und es
wird dunkel. Die Verteilung gestaltet sich schwierig.
Am Abend treffen wir uns alle wieder im schicken Restaurant Green Garden
Wir tauschten unsere ersten Erlebnisse aus.
Es gibt viel zu erzählen über die verschiedenen Gastunterkünfte und ihre Besonderheiten.
Das Essen ist köstlich mit Fleisch, Gemüse, Reis, Fisch, Sateespießchen und und und auserdem gibt es erstes Bintangbier mm leckkkker.
Wir essen uns satt, freuen uns am leckeren Essen und entspannen. Angekommen - Gott sei Dank. Unser erster Tag in Indonesien war schon abenteuerlich. Nun sind wir gespannt auf die nächsten Tage. Wir werden alle zurückgefahren in unsere neue Wohnorte und fallen müde in unsere Betten.

Bettina Bender